Überblick
Was ist Schallschutzestrich?
Ruhe ist ein Grundbedürfnis. In Mehrfamilienhäusern und Büros entscheidet der richtige Bodenaufbau über den akustischen Komfort. Als schwimmender Estrich entkoppelt unser Aufbau den Boden von den Wänden und der Rohdecke. Wir erfüllen nicht nur die Mindestanforderungen der DIN 4109, sondern realisieren auf Wunsch den erhöhten Schallschutz nach VDI 4100.
Schallschutzestrich
Kennen Sie diese Probleme?
Typische Probleme
- Trittschall (Gehgeräusche, Stühlerücken) wird über die Rohdecke in darunterliegende Räume übertragen. Ohne Entkopplung entstehen störende Lärmbelästigungen.?
Unsere Lösung
- Ein "Mass-Feder-System": Der schwere Estrich (Masse) liegt auf einer weichen Dämmung (Feder).
- Dies schluckt die Schallwellen und reduziert den Trittschall um bis zu 29 dB.
Passt es zu Ihrem Projekt?
Ihre Vorteile & was Sie einplanen sollten
Ihre Vorteile
- Trittschallverbesserung 24-29 dB (je nach Aufbau)
- Normgerecht nach DIN 4109 (Mindestschutz)
- Optional: Erhöhter Schallschutz (VDI 4100)
- Ideal kombinierbar mit Fußbodenheizung
- Steigert Wohnwert und Privatsphäre
- Wärmedämmung inklusive
Das sollten Sie einplanen
- Höhere Aufbauhöhe (mind. 70mm inkl. Dämmung)
- Sorgfältigste Ausführung nötig (Schallbrückengefahr)
- Randdämmstreifen darf erst nach Oberbelag geschnitten werden
- Trocknungszeiten müssen eingehalten werden
Anforderungen
Was muss Schallschutz leisten?
Schallschutznorm
DIN 4109-1
Mindest- bzw. erhöhter Schallschutz
Trittschallverbesserung
DIN EN ISO 140-8
Abhängig von Deckenkonstruktion
Dyn. Steifigkeit (s')
DIN EN 29052-1
Je niedriger, desto besser
Mindestdicke CT
DIN 18560-2
Zzgl. Toleranzvorhalt
Mindestdicke CAF
DIN 18560-2
Über Rohr/Dämmung
Flächengewicht
-
Wichtig für Schalldämmung
Schallschutznorm
DIN 4109-1
Mindest- bzw. erhöhter Schallschutz
Trittschallverbesserung
DIN EN ISO 140-8
Abhängig von Deckenkonstruktion
Dyn. Steifigkeit (s')
DIN EN 29052-1
Je niedriger, desto besser
Mindestdicke CT
DIN 18560-2
Zzgl. Toleranzvorhalt
Mindestdicke CAF
DIN 18560-2
Über Rohr/Dämmung
Flächengewicht
-
Wichtig für Schalldämmung
Aufbau
Typischer Schichtaufbau
Schichtaufbau
75-130 mmSchwimmender Estrich Aufbau (Beispiel)
Klassischer Aufbau auf Massivdecke für Wohnungsbau
Estrich: Die schwere "Masse" im Mass-Feder-System
Trittschalldämmung: Die weiche "Feder" – absorbiert Schall
Ausgleichsschüttung: Bei Rohrleitungen auf Rohdecke
Investition
Was kostet Schallschutzestrich?
inkl. Material & Verlegung
Ablauf
So läuft Ihr Schallschutzestrich-Projekt
Gesamtdauer: 4-6 Wochen bis Belegreife
Planung & Höhenaufnahme
Vor-Ort-TerminPrüfung der Soll-Höhen (Meterriss). Entscheidung ob Standard-Schallschutz (DIN 4109) oder erhöht (VDI 4100). Auswahl Dämmstoff (EPS vs. Mineralwolle).
⚠️ Rohre auf dem Boden müssen ausgeglichen werden (Schüttung)!
Randdämmstreifen & Ausgleich
1 TagAnbringen von mind. 8-10mm Randdämmstreifen an ALLEN aufsteigenden Bauteilen. Ggf. gebundene Schüttung zum Ausgleich von Rohren auf der Rohdecke.
⚠️ Randdämmstreifen darf nicht unterbrochen sein.
Dämmung & Trennlage
1 TagVerlegung der Trittschalldämmung (EPS-T oder MW). Darauf PE-Folie oder FBH-Systemplatten. Stöße verkleben, damit kein Estrichwasser nach unten läuft.
⚠️ Dämmung muss hohlraumfrei liegen.
Estrich-Einbau
1 Tag (bis 150m²)Einbringen des Estrichs (CT/CA) in der berechneten Dicke (z.B. 65mm). Verdichten und Glätten. Sauberkeit an den Rändern ist essenziell.
⚠️ Estrich vom Randdämmstreifen "abkehren", keine Mörtelbrücken!
Trocknung & Nachbehandlung
3-6 WochenSchutz vor Zugluft (ersten Tage). Danach Stoßlüften. Funktionsheizen bei FBH nach ca. 21 Tagen (CT) bzw. 7 Tagen (CA).
⚠️ CM-Messung entscheidet über Belegreife, nicht der Kalender.
FAQ
Häufig gestellte Fragen
DIN 4109 regelt den rechtlichen Mindestschutz (Vermeidung unzumutbarer Belästigung). VDI 4100 definiert erhöhte Schallschutzstufen (SSt I-III) für echten Wohnkomfort und Privatsphäre. Wir empfehlen im Eigentum immer erhöhten Schallschutz.
Mineralwolle hat oft eine geringere dynamische Steifigkeit (besserer Schallschutz), ist aber teurer und weicher. EPS-T (Styropor) ist der Standard: kosteneffizient, feuchteunempfindlicher und bietet gute Schallwerte für Standardwohnungen.
Nein! XPS ist zu hart (zu hohe dynamische Steifigkeit). Es überträgt den Schall fast ungehindert. XPS wird nur bei extremer Druckbelastung (Industrie) eingesetzt, dann aber mit akustischen Abstrichen.
Die Trittschalldämmung kommt ganz nach unten. Darauf wird die FBH (Tackerplatte oder Noppenplatte) verlegt. Die FBH-Platte dämmt Wärme nach unten, damit die Wärme in den Estrich geht. Der Estrich umschließt die Rohre.
Schallbrücken! Ein einziger Kieselstein zwischen Estrich und Wand oder ein falsch geschnittener Randdämmstreifen kann den Schallschutz um 10 dB verschlechtern. Wir arbeiten daher penibel genau an den Rändern.

