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Bestandssystem · DIN EN 1264

Frässystem

Das Fräsverfahren ist eine Methode zur nachträglichen Installation einer Fußbodenheizung in bestehenden Estrich. Mit Spezialfräsen werden Kanäle in den vorhandenen Estrich gefräst, Heizrohre eingelegt und mit Vergussmasse verschlossen - 0 mm zusätzliche Aufbauhöhe!

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ab 0 mm

Aufbauhöhe

Sanierung

Haupteinsatz

5 Jahre

Gewährleistung

D.A.CH

Einsatzgebiet

4.9

Google Bewertung

34

Standorte

01. Tackersystem02. Noppensystem03. Klettsystem04. Dünnschichtsystem05. Trockensystem06. Frässystem

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Überblick

Was ist das Frässystem?

Das Fräsverfahren ist eine Methode zur nachträglichen Installation einer Fußbodenheizung in bestehenden Estrich. Mit Spezialfräsen werden Kanäle in den vorhandenen Estrich gefräst, Heizrohre eingelegt und mit Vergussmasse verschlossen - 0 mm zusätzliche Aufbauhöhe!

Aufbauhöhe

0-0 mm

Preis/m²

25-50 €

Max. Leistung

100 W/m²

Bauart

Bestandssystem

Frässystem Heizrohre im Türdurchgang bei Altbausanierung
Frässystem Fußbodenheizung bei Altbausanierung mit gefrästen Kanälen

Aufbau

Typischer Schichtaufbau

Schichtaufbau

0 mm
Bodenbelagvariabel
Vergussmassebündig
Heizrohr im Fräskanal10-16 mm
Bestehender Estrichmin. 35 mm
Dämmschicht (vorhanden)variabel
Rohdeckevariabel

Fräsverlegung im Bestand

Null Millimeter zusätzlicher Aufbau: Eine CNC-Fräse schneidet Kanäle in den vorhandenen Estrich, Heizrohre werden eingelegt und vergossen. Türhöhen und Anschlüsse bleiben unverändert.

Vergussmasse: Füllt die Fräskanäle bündig

Bestehender Estrich: Fräskanäle für Heizrohre

Untergrund: Rohdecke oder Bestandsboden (variabel)

Hinweis zur Aufbauhöhe

Das Frässystem benötigt 0 mm zusätzliche Aufbauhöhe – die Heizrohre werden in den bestehenden Estrich gefräst und mit Vergussmasse verschlossen. Ideal für Sanierungen ohne Höhenverlust.

Technische Daten

Spezifikationen nach DIN EN 1264

EigenschaftWertNorm

Aufbauhöhe

Gesamthöhe inkl. Estrich

ab 0 mmDIN 18560

Rohrdurchmesser

Verfügbare Abmessungen

10, 12, 14, 16 mmDIN 4726

Verlegeabstände

Je nach Wärmebedarf

100, 125, 150 mmDIN EN 1264

Wärmeleistung

Bei max. 55°C

40-100 W/m²DIN EN 1264-2

Max. Oberflächentemperatur

Aufenthaltszone

max. 29°C (Aufenthaltszone)DIN EN 1264-2

Aufbauhöhe

ab 0 mm

DIN 18560

Rohrdurchmesser

10, 12, 14, 16 mm

DIN 4726

Verlegeabstände

100, 125, 150 mm

DIN EN 1264

Wärmeleistung

40-100 W/m²

DIN EN 1264-2

Bewertung

Vorteile & Nachteile

Vorteile

  • Null zusätzliche Aufbauhöhe
  • Keine Türanpassung nötig
  • Bestehender Estrich bleibt erhalten
  • Schnelle Installation (80-100 m²/Tag)
  • Schnelle Wärmeabgabe durch oberflächennahe Rohre
  • Ideal für Wärmepumpen-Kombination
  • Förderbar über BEG (bis 45%)

Nachteile

  • Geringere Wärmespeicherung
  • Nicht jeder Estrich geeignet (mind. 35-40 mm)
  • Gussasphalt kritisch (hohe Rissgefahr)
  • Staub trotz Absaugung
  • Lärm während der Fräsarbeiten
  • Risiko bei unbekannten Leitungen im Estrich
Heizkreisverteiler mit Anschlüssen für Frässystem Fußbodenheizung

Heizkreisverteiler

Der Verteiler regelt die einzelnen Heizkreise – Vorlauf (rot) und Rücklauf (blau) werden über Stellantriebe gesteuert für optimale Raumtemperatur.

Einsatzbereiche

Eignung & Anwendung

Neubau

Nicht geeignet

Sanierung

Optimal

Altbau

Optimal

Nassraum

Geeignet

Obergeschoss

Geeignet

Holzbalkendecke

Nicht geeignet

Gewerbe

Geeignet

Hersteller

Marktführer & Produktsysteme

Hemming Technik

HE 120 Estrichfräse

GDI Herdecke

Drytec

ECOtherm

Fräsverfahren

PKtherm

Fräsmaschinen

SCHÜTZ

Energy Systems Fräsen

innoHEAT

Fußbodenheizung Fräsen

01

Estrich prüfen

Estrichdicke messen (mind. 35 mm, besser 45 mm). Festigkeit per Kratzprobe prüfen. Probebohrung für exakte Dicke. Hohlstellen mit Klopftest orten – hier nicht fräsen.

Mind. 35 mmKratzprobeProbebohrung
02

Fräsplan erstellen

Heizlastberechnung nach DIN EN 12831. Verlegemuster: 10 cm im Bad, 15 cm Wohnbereich. Verteiler-Position zentral planen. Dokumentation für Wartung.

DIN EN 1283110 cm Bad15 cm Wohnen
03

Kanäle fräsen

CNC-Fräsmaschine arbeitet nach digitalem Plan. Fräskanäle: 16-17 mm tief, 14-20 mm breit. Integrierte Absaugung fängt 95% Staub.

CNC-Fräsung16-17 mm tiefAbsaugung 95%
04

Reinigen & Grundieren

Kanäle absaugen, Reste ausbürsten. Haftgrundierung auftragen – bindet Reststaub, sichert Verbund zwischen Altestrich und Vergussmasse.

AbsaugenHaftgrundierungVerbund sichern
05

Rohre einlegen & Druckprobe

Flexible Rohre (10-14 mm) in grundierte Kanäle eindrücken. 6 bar Druckprobe, Protokoll erstellen. Druck halten.

Rohr 10-14 mm6 barProtokoll
06

Vergussmasse einbringen

Selbstnivellierende Vergussmasse in Kanäle gießen, bündig abziehen. Nach 24 h begehbar, 7 Tage belegreif. 0 mm Aufbauhöhe!

Vergussmasse24 h begehbar0 mm Aufbau

Kosten

Was kostet das Frässystem?

Preisfaktoren

Senkt den Preis

Belag selbst entfernen (Eigenleistung)Große Fläche (>100m²)

Erhöht den Preis

Enge Verlegeabstände (10cm)Dünner Estrich (<45mm)Anhydrit- statt Zementestrich

Material-Set

25–50 €/m²

Reine Materialkosten (ohne Montage)

HeizrohreVergussmasseRanddämmstreifen

Preise variieren je nach Hersteller und Menge. Unverbindliche Richtwerte.

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Experten-Hinweise

Praxis-Tipps vom Fachmann

Vorher

Kernbohrung empfohlen

Vor der Auftragsvergabe Estrichdicke und Qualität prüfen lassen. Mindestens 35 mm tragfähiger Estrich sind nötig.

Vorsicht

Nicht bei Gussasphalt

Gussasphaltestrich ist wegen der hohen Rissgefahr bei Wärmeausdehnung ungeeignet. Die meisten Fachbetriebe lehnen ab.

Spartipp

Belag selbst entfernen

Wer Fliesen, Parkett oder Vinyl vorher selbst entfernt, spart 8-15 €/m². Die Fräse braucht direkten Estrichzugang.

Sicherheit

Leitungen orten lassen

Vor dem Fräsen alle Elektroleitungen im Estrich lokalisieren. Beschädigte Kabel bedeuten teure Folgeschäden.

Sanierung ohne Aufbauhöhe

Die Heizrohre werden direkt in den bestehenden Estrich gefräst – keine zusätzliche Aufbauhöhe, keine neuen Türschwellen, schnelle Umsetzung.

Frässystem Detail: Heizrohre in gefräste Kanäle eingelegt

FAQ

Häufig gestellte Fragen

Mindestens 35-40 mm Estrichstärke, empfohlen 50 mm. Bei dünneren Estrichen ist die Tragfähigkeit gefährdet. Vor Beginn wird immer eine Probebohrung durchgeführt.

Zementestrich (CT) und Anhydritestrich (CA): sehr gut geeignet. Trockenestrich ab 20 mm: möglich. Gussasphalt: kritisch wegen hoher Rissgefahr - die meisten Anbieter lehnen ab.

Die Fräskanäle sind typischerweise 15-20 mm tief (meist 16-17 mm) und je nach Rohrdurchmesser 14-22 mm breit. Nach dem Einlegen der Rohre werden die Kanäle mit Vergussmasse verschlossen.

Fräsen + Verlegen: 30-95 €/m², Durchschnitt 30-70 €/m². Zusätzlich: Heizkreisverteiler 250-1.500 €, Regelung ca. 250 €. Ein 100 m² EFH kostet komplett ca. 5.000-10.000 €.

Moderne Fräsmaschinen haben integrierte Industriestaubsauger mit Zyklonabscheider - es bleibt ca. 1,5 kg Feinstaub/m², der größte Teil wird abgesaugt. Lärm ist unvermeidlich, aber weniger als bei komplettem Estrichabriss.

Alternativen

Verwandte Verlegesysteme

Weitere Fußbodenheizungssysteme im Überblick

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ab 45 mmab 45 €/m²
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Fußbodenheizung Projekt

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