Dünnschichtsystem Fußbodenheizung: Dünne Systemplatten mit orangefarbenen Heizrohren bei Sanierung

Nassestrich-System · DIN EN 1264

Dünnschichtsystem

Das Dünnschichtsystem ist ein komplettes Fußbodenheizungssystem für Sanierung und Altbau mit minimaler Aufbauhöhe ab 20 mm. Es besteht aus ultra-dünnen Systemplatten, speziell angepassten Heizrohren (9,9-12 mm) und Nivellierestrich.

5 Jahre

Gewährleistung

D.A.CH

Einsatzgebiet

4.9

Google Bewertung

34

Standorte

Überblick

Was ist das Dünnschichtsystem?

Das Dünnschichtsystem ist ein komplettes Fußbodenheizungssystem für Sanierung und Altbau mit minimaler Aufbauhöhe ab 20 mm. Es besteht aus ultra-dünnen Systemplatten, speziell angepassten Heizrohren (9,9-12 mm) und Nivellierestrich.

Aufbauhöhe

20-78 mm

Preis/m²

25-45

Max. Leistung

100 W/m²

Bauart

Nassestrich-System

Dünnschichtsystem Fußbodenheizung: Ecke mit Randdämmstreifen und dünnen Heizrohren
Dünnschichtsystem Nahaufnahme: Perforierte Systemplatten mit orangefarbenen Heizrohren

Aufbau

Typischer Schichtaufbau

Schichtaufbau

ab 20 mm
Bodenbelagvariabel
Füllmasse/Ausgleichab 2 mm
Gipsfaser-Systemplatte inkl. Rohr18 mm
Bestandsbodenvorhanden

Dünnschicht auf Bestand

Die schlanke Lösung für Sanierungen: Gipsfaser-Systemplatten (18 mm) werden direkt auf den Altbelag verlegt und dünn überspachtelt – kein Estrich nötig. Ab 20 mm Aufbauhöhe.

Füllmasse: Dünne Ausgleichsmasse ab 2 mm (kein Estrich!)

Gipsfaser-Systemplatte: 18 mm Trägerplatte mit Rohrkanälen

Untergrund: Rohdecke oder Bestandsboden (variabel)

Hinweis zur Aufbauhöhe

Die angegebene Aufbauhöhe (ab 20 mm) ist inkl. Ausgleichsmasse, ohne Bodenbelag. Das Dünnschichtsystem wird direkt auf dem Bestandsboden verlegt – ideal für Sanierungen mit minimaler Aufbauhöhe.

Technische Daten

Spezifikationen nach DIN EN 1264

Aufbauhöhe

ab 20 mm

DIN 18560

Rohrdurchmesser

9.9, 10, 10.1, 12, 14 mm

DIN 4726

Verlegeabstände

50, 75, 100, 150 mm

DIN EN 1264

Wärmeleistung

40-100 W/m²

DIN EN 1264-2

Bewertung

Vorteile & Nachteile

Vorteile

  • Minimale Aufbauhöhe ab 20 mm (nur Frässystem niedriger)
  • Schnellste Reaktionszeit durch oberflächennahe Rohre
  • Höhere Effizienz pro Kelvin Temperaturdifferenz
  • Direkte Verlegung auf Bestand (Fliesen, Estrich, Holz)
  • Kurze Bauzeit: begehbar nach 5h, belastbar nach 2 Tagen
  • Geringes Gewicht (25-40 kg/m²)

Nachteile

  • Kürzere Heizkreislängen durch dünne Rohre (hoher Widerstand)
  • 10-30% teurer als konventionelle Systeme
  • Geringere Wärmespeicherung (Nachtauskühlung)
  • Teppich/Holz reduziert Leistung stark
  • Herstellerspezifische Zulassung erforderlich (AbP)
Dünnschichtsystem mit Heizkreisverteiler und verlegten Systemplatten

Heizkreisverteiler

Der Verteiler regelt die einzelnen Heizkreise – bei Dünnschichtsystemen werden dünne, flexible Rohre (9,9-12mm) verwendet, die sich leicht in die flachen Kanäle einlegen lassen.

Einsatzbereiche

Eignung & Anwendung

Neubau

Bedingt

Sanierung

Optimal

Altbau

Optimal

Nassraum

Optimal

Obergeschoss

Optimal

Holzbalkendecke

Geeignet

Gewerbe

Bedingt

Hersteller

Marktführer & Produktsysteme

Uponor

Minitec

Schlüter

BEKOTEC-THERM

REHAU

RAUTHERM SPEED renova

Viega

Fonterra Reno

Wavin

Comfia Klett Renovation

Variotherm

VarioKomp (Gipsfaser-Variante)

01

Bestandsboden prüfen

Klopftest auf Hohlstellen, lose Fliesen nachkleben, Unebenheiten > 3 mm spachteln. Keine Demontage nötig – direkt auf Fliesen, Estrich oder PVC verlegen.

KlopftestHohlstellenAuf Altbelag
02

Randdämmstreifen montieren

Randdämmstreifen (8 mm) umlaufend anbringen. Bildet Schallschutz und Dehnungsfuge für die dünne Ausgleichsschicht.

Randdämmstreifen 8 mmSchallschutzDehnungsfuge
03

Systemplatten verlegen

Gipsfaser-Systemplatten (20 mm, z.B. Variotherm VarioKomp) auf Bestandsboden auflegen. Vorgefräste Rohrkanäle im 50-mm-Raster. Stöße dicht schließen.

Gipsfaser 20 mm50 mm RasterVariotherm
04

Heizrohre einlegen

Dünne Heizrohre (9,9-12 mm) in die Führungskanäle einlegen – werkzeuglos. Verlegeabstände durch Plattenraster vorgegeben.

Rohr 9,9-12 mmFührungskanäleWerkzeuglos
05

Druckprobe

System füllen, Dichtheit prüfen. Bei dünnen Rohren sorgfältig entlüften. Prüfprotokoll erstellen, Druck halten.

EntlüftenPrüfprotokollDruck halten
06

Füllmasse einbringen

Spezielle Ausgleichsmasse einbringen. Selbstnivellierend, nach wenigen Stunden begehbar. Gesamtaufbau ab 20 mm.

AusgleichsmasseSelbstnivellierendAb 20 mm gesamt

Kosten

Was kostet das Dünnschichtsystem?

Preisfaktoren

Senkt den Preis

Fliesen können bleibenKeine Türanpassung nötig

Erhöht den Preis

Spezial-NivellierestrichDünnere Rohre (höherer Preis)Unebener Bestandsboden

Material-Set

2545 €/m²

Reine Materialkosten (ohne Montage)

SystemplattenDünn-HeizrohreRanddämmstreifen

Preise variieren je nach Hersteller und Menge. Unverbindliche Richtwerte.

Experten-Hinweise

Spezialist für Sanierung

Flach

Ab 20 mm Aufbauhöhe

Die schlanke Lösung wenn jeder Millimeter zählt. Türen, Anschlüsse und Übergänge bleiben oft erhalten.

Praktisch

Direkt auf den Altboden

Verlegung auf vorhandenen Fliesen, altem Estrich oder Holzdielen – ohne aufwändigen Ausbau des Bestands.

Effizient

Kurze Aufheizzeiten

Die geringe Masse bedeutet schnelle Reaktion. Ideal für Räume, die nicht durchgehend genutzt werden.

Prüfen

Untergrund muss tragen

Der bestehende Boden muss tragfähig und rissfrei sein. Bei Unsicherheit einen Fachmann hinzuziehen.

Nur 2-3mm Ausgleichsmasse

Die Noppenstruktur der Platten sorgt für optimalen Verbund mit der dünnen Ausgleichsmasse – keine dicken Estrichschichten nötig, ideal für Sanierung mit geringer Aufbauhöhe.

Dünnschichtsystem Fußbodenheizung bei Sanierung im Raum

FAQ

Häufig gestellte Fragen

Die minimale Aufbauhöhe beträgt ab 20 mm (z.B. Uponor Minitec, Schlüter BEKOTEC-THERM). Standard liegt bei 20-35 mm. Wichtig: Diese Systeme benötigen ein AbP (bauaufsichtliches Prüfzeugnis) des Herstellers.

Ja! Dünnschichtsysteme haben sogar eine höhere Effizienz pro Kelvin, da die Rohre extrem nah unter der Oberfläche liegen. Mit Fliesen sind bis 100 W/m² möglich. Einschränkung: kürzere Heizkreise wegen hohem hydraulischen Widerstand.

Ja! Die selbstklebenden Noppenfolien werden direkt auf intakten Fliesen verlegt. Die Perforationen ermöglichen den Verbund zwischen Fließspachtel und Untergrund. Keine Demontage des alten Belags nötig.

Material ca. 25-45 €/m², mit Montage 55-90 €/m². Nachrüstung Altbau komplett: 60-130 €/m². Trotz höherer Kosten lohnt es sich: keine Türkürzung, keine Treppenanpassung, schnelle Bauzeit.

Fräsen: 0 mm Aufbau, günstiger (30-95 €/m²), aber nur bei stabilem Estrich ab 35 mm. Dünnschicht: ab 20 mm Aufbau, flexibler bei Untergrund-Problemen, schnellere Reaktionszeit. Bei dünnem oder beschädigtem Estrich ist Dünnschicht die sichere Wahl.

Alternativen

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