Estrichverlegung

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Häufig gestellte Fragen

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Allgemeines & Grundlagen

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Estrich ist eine Schicht aus Mörtel, die auf den Rohboden aufgebracht wird. Er dient als ebener, tragfähiger Untergrund für Bodenbeläge wie Fliesen, Parkett oder Laminat. Estrich gleicht Unebenheiten aus, nimmt Lasten auf und kann Heizungs- und Elektroleitungen umschließen.

Der klassische Aufbau von unten nach oben: Rohdecke → Ausgleichsschicht (falls nötig) → Dampfsperre/PE-Folie → Wärme-/Trittschalldämmung → Randstreifen → Estrich → Bodenbelag. Bei Fußbodenheizung liegen die Heizrohre in oder auf der Dämmung, vom Estrich umschlossen.

Estrich bietet eine ebene, belastbare Fläche für alle Bodenbeläge. Er ermöglicht den Einbau von Fußbodenheizungen, verbessert die Schalldämmung und Wärmespeicherung. Im Gegensatz zu Trockenbau ist er robuster und langlebiger.

Estrich kommt in Neubauten (Wohnhäuser, Gewerbe), Sanierungen, Industrie, Garagen, Kellern und Außenbereichen (Terrassen, Balkone) zum Einsatz. Je nach Anforderung wählen wir die passende Estrichart.

Theoretisch ja, aber wir raten davon ab. Estrichverlegung erfordert Fachwissen, spezielle Ausrüstung und Erfahrung. Fehler führen zu Rissen, unebenen Flächen oder Schäden am Bodenbelag. Professionelle Verlegung spart langfristig Kosten und Ärger.

Estricharten & Materialauswahl

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Zementestrich (CT) ist der Klassiker: robust, günstig und universell einsetzbar. Er wird manuell eingebracht und abgezogen. Fließestrich (CAF) ist selbstnivellierend, wird gepumpt und verteilt sich von selbst. Er eignet sich besonders für Fußbodenheizungen, da er die Heizrohre optimal umschließt.

Für Fußbodenheizungen empfehlen wir Calciumsulfat-Fließestrich (CAF). Er hat eine hervorragende Wärmeleitfähigkeit (Lambda-Wert), umschließt die Heizrohre lückenlos und ist rissfrei. Alternativ eignet sich auch Zementestrich mit entsprechender Überdeckung.

Schnellestrich trocknet deutlich schneller als herkömmlicher Estrich. Während normaler Zementestrich 4-6 Wochen bis zur Belegreife braucht, ist Schnellestrich oft schon nach 1-3 Tagen begehbar und nach 7-14 Tagen belegbar. Ideal bei Zeitdruck oder Sanierungen.

Trockenestrich eignet sich besonders für Altbausanierungen, wo keine Feuchtigkeit eingebracht werden darf, oder bei geringer Aufbauhöhe. Er besteht aus Gipsfaser- oder Zementplatten und ist sofort begehbar. Nachteil: höhere Materialkosten.

Gussasphaltestrich (AS) ist ein heißverarbeiteter Estrich aus Bitumen und Gesteinskörnung. Er ist wasserdicht, sofort belastbar und ideal für Industrieböden, Parkhäuser oder Kühlhäuser.

Sichtestrich ist ein geschliffener und versiegelter Estrich, der als fertiger Bodenbelag dient. Er bietet einen modernen, industriellen Look (Loft-Style), ist fugenlos und pflegeleicht. Wir bieten verschiedene Oberflächen: geschliffen, poliert oder mit Farbpigmenten.

Hartstoffestrich ist ein besonders abriebfester Estrich für stark beanspruchte Flächen wie Garagen, Werkstätten oder Lagerhallen. Durch Einstreuung von Hartstoffen (Korund, Quarz) entsteht eine extrem widerstandsfähige Nutzschicht.

Trocknung & Belegreife

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Die reine Verlegung dauert je nach Fläche 1-2 Tage für ein Einfamilienhaus. Nach der Verlegung folgt die Trocknungszeit, die je nach Estrichart 1-6 Wochen betragen kann.

Die Trocknungszeit hängt von der Estrichart ab: Zementestrich ca. 1 Tag pro mm Dicke (bei 50mm = 7 Wochen), Calciumsulfatestrich ca. 1 Tag pro 5mm, Schnellestrich 7-14 Tage. Die exakte Belegreife prüfen wir mit einer CM-Messung.

Zementestrich ist nach ca. 24-48 Stunden vorsichtig begehbar, Fließestrich nach 24-48 Stunden, Schnellestrich teilweise schon nach wenigen Stunden. Wichtig: Begehbar bedeutet nicht belegbar!

Belegreife bedeutet, dass der Estrich ausreichend getrocknet ist für Bodenbeläge. Die Restfeuchte wird mit der CM-Messung geprüft. Grenzwerte: Zementestrich ≤2,0 CM-%, Calciumsulfatestrich ≤0,5 CM-%.

Das Funktionsheizen darf frühestens 21 Tage nach Verlegung bei Zementestrich und 7 Tage bei Calciumsulfatestrich beginnen. Wir erstellen ein normgerechtes Aufheizprotokoll nach DIN EN 1264.

Ja, aber mit Einschränkungen. Die Mindesttemperatur muss +5°C betragen und für 3 Tage gehalten werden. Bei Frost ist keine Verlegung möglich. Wir empfehlen beheizbare Räume oder Bauheizer.

1. Anfrage & Beratung, 2. Angebotserstellung (24h), 3. Auftragsbestätigung, 4. Terminplanung, 5. Untergrundprüfung, 6. Verlegung, 7. Trocknungsphase, 8. CM-Messung, 9. Abnahme und Übergabe.

Fußbodenheizung & Dämmung

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Calciumsulfat-Fließestrich (CAF) ist optimal: hohe Wärmeleitfähigkeit, umschließt Heizrohre lückenlos, rissfrei. Alternativ eignet sich Zementestrich mit mindestens 45mm Überdeckung über den Heizrohren.

Die Wärmeleitfähigkeit (Lambda-Wert) gibt an, wie gut der Estrich Wärme von der Fußbodenheizung an die Raumluft leitet. Je niedriger der Wert, desto besser die Effizienz. Fließestrich hat hier Vorteile gegenüber Zementestrich.

Trittschalldämmung besteht aus einer elastischen Schicht unter dem Estrich. Sie entkoppelt den Estrich vom Rohboden und reduziert die Schallübertragung um bis zu 28 dB. Bei Mehrfamilienhäusern ist sie nach DIN 4109 vorgeschrieben.

Unter dem Estrich wird Wärme- und/oder Trittschalldämmung verlegt: EPS (Styropor), XPS, PUR oder Mineralwolle. Die Dicke richtet sich nach GEG-Anforderungen. Bei Fußbodenheizung minimiert die Dämmung Wärmeverluste nach unten.

Das Aufheizprotokoll dokumentiert das normgerechte Funktionsheizen der Fußbodenheizung nach DIN EN 1264. Es ist Voraussetzung für die Belegreife-Freigabe und oft vom Bodenbelagshersteller gefordert. Wir erstellen dieses Protokoll für Sie.

Die Dämmung kann vom Bauherrn, einem anderen Gewerk oder von uns verlegt werden. Wir bieten Dämmarbeiten als Zusatzleistung an. Wichtig: lückenlose Verlegung ohne Hohlräume mit korrekten Randstreifen.

Sanierung & Renovierung

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Im Altbau gelten besondere Anforderungen: Tragfähigkeit der Decken prüfen, Aufbauhöhe oft begrenzt, Feuchtigkeitssperre bei Erdgeschoss/Keller nötig, eventuell Altestrich-Entfernung. Trockenestrich ist oft eine gute Alternative.

Altestrich wird maschinell mit Fräsen oder Stemm-Maschinen entfernt. Bei asbesthaltigen Estrichen (vor 1993) gelten besondere Vorschriften (TRGS 519). Die Entsorgung erfolgt fachgerecht.

Ja, lokale Schäden können meist repariert werden: Ausbesserung mit Reparaturmörtel, Teilflächensanierung oder Überschichtung mit Ausgleichsmasse. Bei großflächigen Schäden kann ein neuer Estrich nötig sein.

Kleine Schwindrisse (Haarrisse) sind bei Zementestrich normal und meist unbedenklich. Größere Risse können auf Verlegefehler hindeuten. Wir bieten Risssanierung durch Verharzen oder Vergießen an.

Hohlstellen sind Bereiche, in denen sich der Estrich von der Dämmung gelöst hat. Ursachen: zu schnelle Trocknung, falsche Dämmung, Verlegefehler. Größere Hohlstellen können durch Injektionsharze verfüllt werden.

Ja, intakter Estrich kann geschliffen, gespachtelt oder als Untergrund für neuen Dünnestrich dienen. Voraussetzung ist ein tragfähiger, rissfreier Untergrund. Wir prüfen den Zustand vor Ort.

Baustellenvoraussetzungen

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Vor unserer Ankunft: Rohinstallationen (Elektro, Sanitär, Heizung) fertig, Fenster und Außentüren eingebaut, Dämmung verlegt (falls nicht von uns), Randstreifen angebracht, Untergrund sauber und tragfähig.

Der Untergrund muss tragfähig, eben, sauber und trocken sein. Lose Teile, Staub und Verschmutzungen müssen entfernt werden. Bei Beton sollte die Oberfläche griffig sein.

Ja, Elektroleerrohre und Heizungsleitungen können im Estrich verlaufen. Sie müssen vor der Verlegung fixiert und auf Dichtheit geprüft sein. Mindestüberdeckung: 45mm über den Rohren.

Türzargen sollten idealerweise nach dem Estrich montiert werden. Falls sie schon stehen, schützen wir sie und arbeiten präzise heran. Teilen Sie uns die geplante Aufbauhöhe mit.

Ja, Gefälleestrich ist möglich für Duschen, Balkone oder Garagen. Mindestgefälle 1-2%. Wir berechnen und verlegen Gefälleestrich nach Ihren Anforderungen.

Nach der Verlegung: Zugluft vermeiden (erste 48h), nur Stoßlüften, keine direkte Sonne. Während der Trocknung: regelmäßig lüften, gleichmäßige Temperatur, Heizestrich-Protokoll beachten.

Angebot, Aufmaß & Abrechnung

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Die Kosten variieren: Zementestrich ca. 20-28 €/m², Fließestrich ca. 25-35 €/m², Schnellestrich ca. 35-50 €/m². Hinzu kommen ggf. Kosten für Dämmung und Randstreifen. Wir erstellen ein kostenloses Festpreisangebot.

Wichtige Kostenfaktoren: Estrichart, Fläche (größer = günstiger pro m²), Estrichdicke, Zusatzleistungen (Dämmung, Heizestrich), Anfahrt und besondere Anforderungen (Gefälle, Aussparungen).

Sie erhalten Ihr Angebot innerhalb von 24 Stunden. Wir benötigen: Grundriss oder Flächenangabe, gewünschte Estrichart, Angaben zur Fußbodenheizung und den gewünschten Ausführungszeitraum.

Ja, wir arbeiten ausschließlich mit transparenten Festpreisen. Der Preis im Angebot ist der Preis, den Sie zahlen. Keine versteckten Kosten, keine Nachforderungen.

In der Regel arbeiten wir ohne Anzahlung. Die Rechnung erfolgt nach Fertigstellung mit 14 Tagen Zahlungsziel. Bei sehr großen Projekten können individuelle Modalitäten vereinbart werden.

Estricharbeiten können bei energetischen Sanierungen (z.B. Fußbodenheizung) förderfähig sein. Programme wie KfW oder BAFA bieten Zuschüsse. Wir beraten Sie und stellen Unterlagen für Förderanträge bereit.

Rechtliches, VOB & DIN-Normen

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DIN 18560 ist die deutsche Norm für Estriche im Bauwesen. Sie regelt Anforderungen an Material, Verlegung, Dicke, Festigkeit und Prüfung. Wir arbeiten ausschließlich nach dieser Norm für Qualität und Rechtssicherheit.

Die Mindestdicke nach DIN 18560: Wohnbereich ca. 45-65mm, Gewerbe ca. 65-80mm, Industrie ab 80mm. Bei Fußbodenheizung mindestens 45mm Überdeckung der Heizrohre.

BGB (Bürgerliches Gesetzbuch) gilt standardmäßig mit 5 Jahren Gewährleistung. VOB (Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen) muss vereinbart werden und sieht 4 Jahre vor. Beide regeln Rechte und Pflichten im Bauvertrag.

Gesetzliche Gewährleistung: 5 Jahre nach BGB, 4 Jahre bei VOB-Vertrag. Diese deckt Mängel ab, die auf fehlerhafte Verlegung zurückzuführen sind. Schäden durch unsachgemäße Nutzung sind ausgenommen.

Nach Fertigstellung führen wir gemeinsam eine Abnahme durch. Dabei prüfen wir Ebenheit, Festigkeit und dokumentieren den Zustand. Die Abnahme startet die Gewährleistungsfrist. Mängel werden protokolliert und behoben.

Estrich dehnt und schwindet. Ohne Fugen entstehen unkontrollierte Risse. Randfugen trennen den Estrich von aufgehenden Bauteilen, Bewegungsfugen unterteilen große Flächen. Die Fugenplanung nach DIN ist Teil unserer Leistung.

Bewehrung (Stahlmatten oder Fasern) ist sinnvoll bei größeren Flächen, Heizestrich, kritischen Untergründen oder erhöhten Belastungen. Sie verhindert Rissbildung. Bei Fließestrich oft nicht nötig.

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