CT-Estrich · DIN 18560

Zementestrich

Der bewährte Klassiker im D-A-CH Raum. Wasserunempfindlich, frostbeständig und hochbelastbar – die erste Wahl für Außenbereiche, Garagen und Nassräume.

5 Jahre

Gewährleistung

D.A.CH

Einsatzgebiet

4.9

Google Bewertung

34

Standorte

Überblick

Was ist Zementestrich?

Zementestrich (CT) ist mit ca. 85% Marktanteil der meistverlegte Estrich in Deutschland. Seine besondere Stärke liegt in der Unempfindlichkeit gegenüber Feuchtigkeit: Anders als Calciumsulfatestrich behält er auch bei Nässe seine Festigkeit. Er eignet sich daher als einziger Standardestrich uneingeschränkt für Bäder mit Bodeneinlauf, Garagen, Keller und Außenbereiche. Die Druckfestigkeit (C25–C35) macht ihn extrem belastbar.

FBH geeignet
Nassraumgeeignet
Außenbereich
Industrietauglich
Zementestrich pumpen und einbringen - Estrichpumpe im Einsatz auf Baustelle
Zementestrich abziehen und glätten im Neubau

Bewertung

Vorteile & Nachteile

Vorteile

  • Wasserunempfindlich (ideal für Bad & Keller)
  • Frostbeständig (Balkone, Terrassen, Garagen)
  • Hohe Druckfestigkeit für starke Belastung
  • Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis (Material)
  • Überall verfügbar und genormt
  • Durch Zusätze (Beschleuniger) steuerbar

Nachteile

  • Längere Trocknungszeit (Standard ca. 4–6 Wochen)
  • Neigt physikalisch bedingt zu Schwindrissen
  • Dehnfugen im Türbereich und bei großen Flächen nötig
Frischer Zementestrich auf Fußbodenheizung Nahaufnahme

Qualität

Sorgfältige Verdichtung um die Heizrohre – für optimale Wärmeleitfähigkeit und minimale Rissbildung.

Technische Daten

Eigenschaften nach DIN 18560

Druckfestigkeit

Standard im Wohnbau: C25

C25 – C35

DIN EN 13813

Biegezugfestigkeit

Standard: F4

F4 – F5

DIN EN 13813

Rohdichte

2.000 – 2.200 kg/m³

DIN 18560-2

Nenndicke (Dämmung c≤5mm)

Zzgl. Rohr bei FBH (F4, 2kN/m²)

≥ 45 mm

DIN 18560-2

Nenndicke (Dämmung c>5mm)

Standard bei Trittschalldämmung

≥ 50 mm

DIN 18560-2

Rohrüberdeckung (FBH)

Über Oberkante Heizrohr (F4)

≥ 45 mm

DIN 18560-2

Wärmeleitfähigkeit

ca. 1,4 W/(m·K)

DIN 4108-4

Belegreife (ohne FBH)

Bei Parkett empfohlen: ≤ 1,8 CM-%

≤ 2,0 CM-%

DIN 18560-1

Belegreife (mit FBH)

Für Parkett/Holzbeläge

≤ 1,8 CM-%

DIN 18560-1

Trocknungszeit

Ohne Beschleuniger, klimaabhängig

ca. 28 – 45 Tage

Begehbar nach

Nur leichte Belastung, keine Zugluft!

ca. 3 Tagen

Max. Feldgröße

Oder Seitenverhältnis max. 1:2

max. 40 m²

DIN 18560-2

Zementestrich von Hand glätten im Rohbau
Estrichleger bei der Arbeit auf Baustelle

Einsatzbereiche

Eignung & Anwendung

Innenbereich

Geeignet

Außenbereich

Geeignet

Nassraum

Geeignet

Fußbodenheizung

Geeignet

Industrie

Bedingt

Ausführungen

Verlegearten & Verarbeitung

Verlegearten · DIN 18560

Verbundestrich

Direkt auf Untergrund (max. 50mm)

25 mm

Auf Trennschicht

Auf PE-Folie

35 mm

Schwimmend

Auf Dämmschicht (F4: 40-45mm)

40 mm

Heizestrich

45mm Rohrüberdeckung (Gesamt ~65mm)

45 mm

Verarbeitungsform · DIN EN 13813

Konventionell

Erdfeuchte Konsistenz

Fließestrich (CTF)

Selbstnivellierend, pumpfähig

Verarbeitung

Präzises Abziehen mit Richtlatte – für perfekte Ebenheit nach DIN 18202.

Zementestrich mit Abziehlatte abziehen

Aufbau

Typischer Schichtaufbau

Schichtaufbau~190 mm

Zementestrich≥65 mm
Heizrohre (FBH)16 mm
Systemplatte / Trittschall20 mm
PE-Folie (2-lagig)0,4 mm
Wärmedämmung30 mm
Ausgleichsschüttung (optional)50 mm
Abdichtung (optional)
Rohdecke

Schwimmender Heizestrich

Der häufigste Aufbau im Neubau: Estrich auf Dämmschicht, entkoppelt vom Untergrund – ideal für Fußbodenheizung und Schallschutz.

Estrich

Mind. 65 mm Gesamtdicke bei Heizestrich (DIN 18560-2)

Heizrohre

16 mm Fußbodenheizung im Nassverlegeverfahren

Systemplatte

Noppenplatte mit integrierter Trittschalldämmung

Wärmedämmung

EPS oder PUR nach GEG-Anforderungen

Experten-Hinweise

Was Profis wissen – und Bauherren wissen sollten

Verantwortung klären

Funktionsheizen ≠ Estrichleger

Das Aufheizprotokoll liefert der Estrichleger – das Heizen selbst führt der Heizungsbauer oder Bauherr durch. Wichtig: Erst nach 21 Tagen Ruhezeit starten, sonst Rissbildung. Temperatur täglich max. 5°C steigern.

Schadensvermeidung

Die kritischen ersten 7 Tage

Fenster zu, keine Zugluft, kein Durchheizen! Zementestrich braucht Feuchtigkeit zum Abbinden. Zugluft trocknet die Oberfläche zu schnell → Schüsselung (Randaufwölbung). Häufigster Schadenfall überhaupt.

DIN 18560 Vorgabe

Fugen an Türzargen = Pflicht

Jede Türzarge braucht eine Bewegungsfuge im Estrich. Fehlt sie, reißt der Estrich unkontrolliert – oft erst nach Monaten unter dem Belag. Maximal 40 m² pro Feld, Seitenverhältnis max. 1:2.

Belegreife prüfen

CM-Messung vor Belag

Nie auf "sieht trocken aus" vertrauen. Nur die CM-Messung zeigt die echte Restfeuchte. Grenzwert: ≤ 2,0 CM-% (ohne FBH), ≤ 1,8 CM-% (mit FBH). Parkett auf feuchtem Estrich = Totalschaden.

01

Vorbereitung & Randdämmung

Bevor der erste Eimer Mörtel fließt, prüfen wir den Unterbau. Das Wichtigste: Der Randdämmstreifen (mind. 8mm) muss penibel an allen Wänden und Stützen stehen. Er verhindert Schallbrücken und gibt dem Estrich Raum zum "Atmen" (thermische Ausdehnung).

Schallbrücken vermeidenRanddämmstreifenUntergrundprüfung
02

Mischen & Pumpen

Wir mischen den Zementestrich (Körnung 0/8) direkt vor Ort maschinell an – "erdfeucht" für optimale Festigkeit. Über Schläuche pumpen wir das Material sauber direkt in das Stockwerk. Kein Schmutz im Treppenhaus, keine Eimerschlepperei.

Erdfeuchter EinbauEstrichpumpeSaubere Baustelle
03

Nivellieren & Verdichten

Das Herzstück der Arbeit: Wir ziehen den Estrich per Laser oder Meterriss exakt auf Höhe ab. Entscheidend ist hier die mechanische Verdichtung. Nur gut verdichteter Estrich erreicht später die Druckfestigkeit C25 oder C35.

MeterrissVerdichtungHöhenausgleich
04

Maschinelles Glätten

Mit dem Tellerglätter wird die Oberfläche veredelt und geschlossen. So entsteht die typische, robuste Estrich-Oberfläche, die später jeden Belag trägt.

TellerglätterOberflächenfestigkeitEstrich glätten
05

Der Fugenplan (Anti-Riss-Strategie)

Da Zement beim Trocknen schwindet (sich zusammenzieht), braucht er kontrollierte Sollbruchstellen. Wir schneiden Scheinfugen (Kellenschnitte) an Türdurchgängen und in großen Feldern, damit der Boden nicht wild reißt.

ScheinfugenKellenschnittSchwindrisse
06

Ruhephase & Funktionsheizen

Jetzt heißt es: Fenster zu! Zementestrich muss 7-10 Tage vor Zugluft geschützt werden, sonst wölbt er sich (Schüsselung). Bei Fußbodenheizung folgt nach ca. 21 Tagen das Funktionsheizen nach DIN EN 1264 – wir erstellen das Aufheizprotokoll.

NachbehandlungZugluftschutzFunktionsheizenAufheizprotokoll
07

CM-Messung & Freigabe

Bevor der Bodenleger kommt, messen wir die Restfeuchte per CM-Gerät (Calciumcarbid-Methode). Erst bei ≤ 2,0 CM-% (ohne FBH) bzw. ≤ 1,8 CM-% (mit FBH) geben wir den Estrich frei. Das Protokoll erhalten Sie schriftlich – Ihre Sicherheit für die Gewährleistung.

CM-MessungBelegreifeRestfeuchteFreigabeprotokoll

Kosten

Was kostet Zementestrich?

Preisfaktoren

Senkt den Preis

Große FlächeGuter UntergrundPumpzugangErdgeschoss

Erhöht den Preis

Kleine FlächeDicke >60mmFaserbewehrungSchnellestrichOG ohne Aufzug

Preisspanne

2858 €/m²

Material + fachgerechte Verlegung nach DIN 18560

Inkl. AnfahrtInkl. MaterialInkl. Abrechnung nach m²
Estrichleger-Team bei der Zementestrich-Verlegung

FAQ

Häufig gestellte Fragen

Die Norm geht von mind. 28 Tagen aus. Die Realität hängt stark von Temperatur und Lüftung ab. Faustformel: 1 Woche pro cm Dicke (bis 4cm), danach quadriert sich die Zeit. Ein 7cm Heizestrich kann im Winter 6-8 Wochen brauchen. Wichtig bei FBH: Das Funktionsheizen (ca. 21 Tage) dient dem Spannungsabbau, nicht zwingend der finalen Trocknung. Planen Sie Puffer ein!

Zement (CT) ist der "All-Terrain"-Estrich: Muss in Garage, Außenbereich oder Nassraum (mit Bodenablauf) verlegt werden. Anhydrit (CAF) darf keiner dauerhaften Feuchte ausgesetzt sein, hat aber Vorteile bei der Wärmeleitfähigkeit und fugenlosen Verlegung großer Flächen im trockenen Wohnbereich.

Zement schwindet (zieht sich zusammen) beim Erhärten. Ohne geplante "Sollbruchstellen" (Scheinfugen/Kellenschnitte) reißt er wild. Wir erstellen einen Fugenplan. Diese Scheinfugen werden vor der Bodenbelagsverlegung oft kraftschlüssig verharzt (verdübelt), damit der Oberbelag durchgängig verlegt werden kann.

Ja. Mit speziellen Beschleunigern oder Schnellzementen. Damit garantieren wir Belegreife nach 2, 4, 7 oder 14 Tagen. Das kostet mehr Materialaufschlag, spart aber oft einen Monat Bauzeit und Mieteinnahmen. Bautrockner helfen zusätzlich, dürfen aber erst nach der hydratationsbedingten Ruhezeit (ca. 7-10 Tage) eingesetzt werden.

Wir übergeben den Estrich "besenrein" und geglättet (DIN 18353). Der sogenannte "Reinigungsschliff" (Entfernen der Sinterschicht) ist technisch gesehen Vorleistung des Bodenlegers (DIN 18365). Wir bieten diesen Service jedoch gerne optional mit an, um Schnittstellenprobleme zu vermeiden.

Für Wohnräume mit Fußbodenheizung (Bauart A) gilt meist: Dämmung + 45mm Estrich über Rohr. Bei 16mm Rohr sind das mind. 61mm ab Oberkante Dämmung. Wir empfehlen oft 65-70mm Gesamthöhe für Reserven. Dünnere Aufbauten sind mit Spezialestrichen möglich.

Estrich Projekt

Kontakt

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