MA-Estrich · DIN 18560

Magnesiaestrich

Der Spezialist für die Altbausanierung auf Holz. Baubiologisch wertvoll, elektrisch ableitfähig und als geschliffener Steinholzestrich ein Unikat.

5 Jahre

Gewährleistung

D.A.CH

Einsatzgebiet

4.9

Google Bewertung

34

Standorte

Überblick

Was ist Magnesiaestrich?

Magnesiaestrich (früher Steinholz) erlebt eine Renaissance in der Altbausanierung. Er ist leicht, elastisch und kann – auf einer Trennlage – hervorragend auf kritischen Untergründen wie Holzbalkendecken verlegt werden. Durch seine natürliche Zusammensetzung und die antistatischen Eigenschaften ist er baubiologisch und technisch eine Sonderklasse.

Industrietauglich
Auf Holz möglich

Bewertung

Vorteile & Nachteile

Vorteile

  • Ideal für Holzbalkendecken (elastisch & leicht)
  • Antistatisch / Elektrisch ableitfähig (ohne Zusatz)
  • Fußwarm (niedrige Wärmeleitfähigkeit)
  • Fugenlose Verlegung großer Flächen
  • Hohe mechanische Belastbarkeit
  • Mineralisch & baubiologisch unbedenklich

Nachteile

  • Empfindlich gegen dauerhafte Feuchtigkeit
  • Stark korrosiv gegenüber Metallen (Stahl)
  • Nicht für Nassräume oder Außenbereiche
  • Nicht für Warmwasser-Fußbodenheizung geeignet
  • Aufwendige Verarbeitung (Handarbeit)

Technische Daten

Eigenschaften nach DIN 18560

Druckfestigkeit

C20 – C50

DIN EN 13813

Biegezugfestigkeit

F5 – F10

DIN EN 13813

Rohdichte

Je nach Holzanteil (Steinholz leichter)

1.200 – 1.600 kg/m³

Mindestdicke

25 – 30 mm

DIN 18560

Wärmeleitfähigkeit

Sehr fußwarm

0,3 – 0,7 W/(m·K)

Belegreife

Abhängig vom Belag (dampfdicht/offen)

≤ 1,0 – 3,5 CM-%

Brandklasse

A1 / A2fl-s1

DIN EN 13501-1

Besonderheit

Von Natur aus ableitfähig

Antistatisch

Einsatzbereiche

Eignung & Anwendung

Innenbereich

Geeignet

Außenbereich

Nicht geeignet

Nassraum

Nicht geeignet

Fußbodenheizung

Nicht geeignet

Industrie

Geeignet

Ausführungen

Verlegearten & Verarbeitung

Verlegearten · DIN 18560

Verbundestrich

Direkt auf Untergrund (max. 50mm)

25 mm

Auf Trennschicht

Auf PE-Folie

35 mm

Schwimmend

Auf Dämmschicht (F4: 40-45mm)

40 mm

Heizestrich

45mm Rohrüberdeckung (Gesamt ~65mm)

45 mm

Verarbeitungsform · DIN EN 13813

Konventionell

Erdfeuchte Konsistenz

Fließestrich

Selbstnivellierend, pumpfähig

Aufbau

Typischer Schichtaufbau

Schichtaufbau~20–30 mm

Magnesiaestrich15–25 mm
Grundierung
Holzschalung / Blindboden
Holzbalkendecke

Steinholzestrich im Verbund

Ideal für Altbausanierung auf Holzbalkendecken – leicht, diffusionsoffen und direkt auf grundiertem Holz.

Steinholz

Magnesitgebunden, leicht und elastisch

Grundierung

Haftvermittler auf Holz – kein Trennpapier bei Verbundverlegung

Holzschalung

Bestehender Blindboden oder Schalung

Experten-Hinweise

Das müssen Sie vor der Beauftragung wissen

Korrosionsgefahr

Stahl-Tabu

Absolutes Verbot für ungeschützten Stahl im oder am Estrich. Heizungsrohre müssen aus Kunststoff oder isoliertem Kupfer sein. Befestigungsmittel müssen aus Edelstahl oder verzinkt (mit zusätzlicher Isolierung) sein.

Nur Trockenreinigung

Wasser-Tabu

Eindringendes Wasser (Rohrbruch, Putzwasser) kann den Estrich zerstören. Steinholz-Böden dürfen nur nebelfeucht mit speziellen Pflegemitteln (Wachsbasis) gereinigt werden.

Nicht kombinieren

Keine FBH

Wir verlegen MA prinzipiell nicht auf Warmwasser-Fußbodenheizung. Das Risiko von Korrosion an den Leitungen und Rissen durch zu schnelle Austrocknung ist zu hoch. Nutzen Sie hier Trockenestrich.

Experten-Sache

CM-Messung schwierig

Die Feuchtemessung ist für Laien schwer interpretierbar, da MA chemisch gebundenes Wasser enthält. Verlassen Sie sich auf unsere Expertenmessung vor der Belegung.

01

Untergrund & Trennlage

Reinigung des Holzuntergrunds, fixieren loser Dielen. Auslegen von Ölpapier oder Bitumenpapier als Korrosions- und Feuchteschutz. Randdämmstreifen setzen.

ÖlpapierTrennlageVorbereitung
02

Mischen der Sorel-Rezeptur

Anmischen von Kaustischer Magnesia und Magnesiumchlorid-Lösung (die "Lauge") mit den Zuschlägen (Holzspäne, Quarzsand). Exaktes Mischverhältnis ist entscheidend für die Härte.

MagnesiumchloridSorel-RezepturMischen
03

Einbau erdfeucht

Die Masse wird erdfeucht (Konsistenz wie feuchter Sand) eingebracht, verteilt und manuell mit Latten abgezogen und verdichtet.

ErdfeuchtHandarbeitVerdichtung
04

Glätten & Schwabbeln

Die Oberfläche wird geglättet. Bei Bedarf wird die Oberfläche geschwabbelt (feines Aufschlämmen), um Poren zu schließen.

GlättenSchwabbelnOberflächenfinish
05

Ölen & Wachsen (bei Steinholz)

Nach vollständiger Trocknung wird der Boden in mehreren Gängen geschliffen (Korn 40 bis 120/300) und anschließend mit Leinöl oder Spezialwachs gesättigt.

SchleifenÖlenWachsen

Kosten

Was kostet Magnesiaestrich?

Preisfaktoren

Senkt den Preis

Guter HolzuntergrundErdgeschoss

Erhöht den Preis

Kleine FlächeHolzunterbau-VorbereitungKorrosionsschutzSteinholz (Sichtestrich)OG ohne Aufzug

Preisspanne

60180 €/m²

Material + fachgerechte Verlegung nach DIN 18560

Inkl. AnfahrtInkl. MaterialInkl. Abrechnung nach m²

FAQ

Häufig gestellte Fragen

Holz "arbeitet", und Beton ist zu starr. Magnesiaestrich besitzt eine ähnliche Elastizität wie Holz und macht Schwingungen mit, ohne zu reißen. Zudem ist er deutlich leichter als Zementestrich, was die Statik alter Gebäude schont.

Jein. Er darf auf die Holzkonstruktion, aber NIEMALS ohne Trennlage. Es muss zwingend Ölpapier oder Bitumenpapier ausgelegt werden, um das Holz vor dem Anmachwasser und den Chloriden im Estrich zu schützen.

Das Bindemittel (Magnesiumchlorid) greift Metalle aggressiv an. Normale Stahlnägel, Heizungsrohre oder Bewehrungsmatten rosten in Rekordzeit weg. Es dürfen nur Edelstahl (V4A), Kunststoff oder Kupfer (mit Schutzmantel) verwendet werden.

Nein. Magnesiaestrich ist hygroskopisch. Er zieht Feuchtigkeit aus der Luft an. In dauerfeuchten Räumen oder bei stehendem Wasser verliert er seine Festigkeit und quillt auf. Er ist rein für Trockenräume geeignet.

Im Gegenteil. Moderner Magnesiaestrich besteht aus Magnesiumoxid (Magnesit), Magnesiumchlorid (Salz) und organischen Zuschlägen (Holz, Kork). Er gilt als baubiologisch sehr empfehlenswert. (Hinweis: Historische Böden vor 1980 können Asbest enthalten, neue sind asbestfrei).

Estrich Projekt

Kontakt

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